Düsseldorf, 18. September 2026. Großbaustellen und Engpässe im Rheinland besser koordinieren – das war eine der zentralen Forderungen beim Parlamentarischen Frühstück der Metropolregion Rheinland in Kooperation mit der Logistikregion Rheinland im Landtag von Nordrhein-Westfalen. Unter dem Titel „Quo vadis, Verkehrspolitik?“ diskutierten rund 100 Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Kommunen, Wirtschaft und Verbänden über die Zukunft der Mobilität im Rheinland.
Verkehrspolitik Rheinland braucht schnelleres Handeln – Oberbürgermeister Torsten Burmester warnt vor Umsetzungsstau
„Wir haben im Rheinland kein Erkenntnisproblem. Wir haben ein Umsetzungsproblem“ brachte Torsten Burmester, Vorstandsvorsitzender der Metropolregion Rheinland und Oberbürgermeister der Stadt Köln, die zentrale Herausforderung auf den Punkt. Die allermeisten Engpässe und Probleme seien bekannt – jetzt müsse schneller und vor allem besser koordiniert gehandelt werden. Auch André Kuper, Präsident des Landtags betont die Relevanz des Rheinlands für das Land: „Das Rheinland ist eine starke und bedeutende Region mit großer wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Strahlkraft. Die Metropolregion Rheinland gibt den Städten, Kreisen und der Wirtschaft eine gemeinsame Stimme. Der offene Austausch zwischen Politik, Kommunen, Wirtschaft und Verbänden ist ein wichtiger Teil gelebter Demokratie. Gerade bei den großen Themen wie der Verkehrspolitik ist dieser Dialog entscheidend. Der Landtag bietet dafür den richtigen Ort.“

Das Rheinland ist als Verkehrsknotenpunkt von europäischer Bedeutung. Die Metropolregion liegt im Schnittpunkt zweier transeuropäischer Verkehrskorridore (TEN-T) und verbindet Straße, Schiene, Wasserstraße und internationale Flughäfen.

Verlässliche Lieferketten brauchen leistungsfähige Infrastruktur
Thomas Klann, stv. Vorstandsvorsitzender Logistikregion Rheinland e.V.: „Für die Logistikbranche im Rheinland ist eine leistungsfähige Infrastruktur die zentrale Voraussetzung für verlässliche Lieferketten und einen wettbewerbsfähigen Wirtschaftsstandort. Das Land muss deshalb den Erhalt und Ersatz maroder Brücken weiter beschleunigen und zugleich dafür sorgen, dass Baustellen von Straße und Schiene deutlich besser aufeinander abgestimmt werden. Ebenso braucht die Schiene jetzt verlässliche Investitionen, mehr Kapazität und eine klare Perspektive für Unternehmen und Pendler – denn zusätzliche Ausfälle können wir uns im Rheinland nicht leisten. Ohne Güterverkehr wird aus der Schiene ein Mobilitätsprojekt. Mit Güterverkehr wird sie zum Wirtschaftsprojekt – und genau das braucht das Rheinland im Strukturwandel.“
Die Städte, Kreise und Kammern in der Metropolregion Rheinland fordern deshalb auch im Hinblick auf die Zeit nach der kommenden Landtagswahl in NRW für die Zukunft eine bessere Koordinierung der Großbaustellen und Engpässe im Rheinland. Dies betrifft vor allem die Zusammenarbeit zwischen den Akteuren Autobahn GmbH, DB InfraGO, Landesbetrieb Straßenbau.NRW, Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung, Verkehrsverbünden und den Kommunen selbst.
Drei Forderungen der Metropolregion Rheinland stehen im Mittelpunkt:
- Infrastruktur als Netz planen,
- Baustellen und Engpässe besser und verbindlich koordinieren und
- den öffentlichen Nahverkehr verlässlich finanzieren.
„Gleichzeitig muss auch der öffentliche Verkehr verlässlich finanziert und leistungsfähiger werden. Denn nur ein funktionierendes Gesamtsystem kann die wachsenden Verkehrsanforderungen im dicht besiedelten Rheinland bewältigen“ so Burmester.
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