Brüssel, 15. Oktober 2026. Wie kann die europäische Energiewende in Zeiten multipler Krisen gelingen? Rund 150 Gäste aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft kamen dazu beim Parlamentarischen Nachmittag „Europäische Energiepolitik für wettbewerbsfähige Transformationsregionen“ in der Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen bei der EU zusammen.

Das Rheinland: Wohlstandsmotor unter Druck
Als Industrieregion im Herzen Europas mit 9,6 Millionen Einwohnern und einem BIP von 390 Milliarden Euro steht das Rheinland exemplarisch für die Betroffenheit Europas industriell geprägter Metropolregionen. Steigende Energiekosten, historisch gewachsene Versorgungsabhängigkeiten und überbordende Bürokratie setzen diese Wohlstandsmotoren zunehmend unter Druck. Zugleich erfordern die volatile Weltlage und multiple Krisen eine neue Resilienz und Einigkeit Europas.
Paneldiskussion: Praxisimpulse treffen europapolitische Einordnung
Im Rahmen der moderierten Paneldiskussion „Wie gelingt die europäische Energiewende in Zeiten multipler Krisen?“ nahmen zunächst Anne Katherina Weidenbach (Kabinett-Expertin bei Kommissar Jørgensen, DG Energy and Housing) sowie die Mitglieder des Europäischen Parlaments Jens Geier (S&D) und Stefan Berger (EVP) Stellung.

Sie bezogen Stellung auf Praxisimpulse von Vertreterinnen und Vertretern aus Energieversorgung, energieintensiver Großindustrie und produzierendem Mittelstand. Vor Ort waren Dr. Stephan Müller (INEOS), Dr. Roman Diederichs (Geschäftsführender Gesellschafter, DIROSTAHL Karl Diederichs GmbH & Co. KG), Tim Hartmann (Vorsitzender der Geschäftsführung, Currenta GmbH & Co. OHG), Frank Koch (Swiss Steel) und Dr. Hendrik Medert (Chief Technical Officer und Mitglied der Geschäftsführung, Amprion GmbH). Anschließend wurden gemeinsam mögliche politische Lösungsansätze diskutiert.

Europäische Perspektive: Metropolregionen im Strukturvergleich
Das Rahmenprogramm schloss mit einer Einordnung aus der Perspektive der europäischen Metropolregionen: Dagmar Keim, Projektleitung Metropolregion Amsterdam, verdeutlichte die strukturelle Übereinstimmung der Betroffenheit und damit die gesamteuropäische Relevanz der Thematik. Umso wichtiger sind daher gemeinsame europäische Lösungen, die Wohlstand, Sicherheit und Klimaschutz miteinander verbinden.
Im Anschluss bot ein rheinisches Get-together bei lokalen Spezialitäten und kalten Getränken Gelegenheit zum persönlichen Austausch.
Wir danken der Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen bei der EU, unseren Sponsoren, sowie allen Gästen, Panelistinnen und Panelisten für den konstruktiven Austausch!
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