Wie bleibt das Rheinland bis 2040 und darüber hinaus leistungsfähig, resilient und wirtschaftlich stark? Diese Leitfrage stand im Mittelpunkt eines Panels zum Thema „Rheinland 2040 – Zukunft der Rheinbrücken und vernetzten Räume“ auf der diesjährigen polis Convention – und trifft damit einen neuralgischen Punkt der Metropolregion Rheinland (MRR). Denn die insgesamt 28 Rheinbrücken zwischen Bonn und Emmerich sind weit mehr als reine Verkehrsinfrastruktur. Sie sind zentrale Lebensadern eines der größten Verdichtungsräume Europas und entscheidend für Pendlerverkehre, funktionierende Lieferketten sowie die industrielle Stärke unserer Region.
Gleichzeitig stehen sie exemplarisch für die Herausforderungen, vor denen wir stehen: erhebliche Sanierungs- und Neubaubedarfe der Infrastruktur sowie zunehmende Engpässe mit spürbaren Auswirkungen.
In der Diskussion mit Bele Wolligandt (Regionalmanagement Düsseldorf – Kreis Mettmann), André Sternemann (Die Autobahn GmbH des Bundes), Fabian Griewel von der Niederrheinischen IHK Duisburg-Wesel-Kleve, David Bongartz (Zukunftsagentur Rheinisches Revier GmbH) und Paul Stertz (Metropolregion Rheinland) wurde deutlich:
- Die Zukunft der Rheinquerungen ist eine gesamtregionale Aufgabe – mit sehr hohem Kommunikationsbedarf
- Isolierte Lösungen greifen zu kurz – es braucht abgestimmte Strategien über administrative Grenzen hinweg
- Genehmigungs- und Umsetzungsprozesse müssen noch stärker synchronisiert und bestehende Instrumente der Planungsbeschleunigung konsequent angewendet werden
- Infrastrukturentwicklung ist immer auch Standortpolitik und Daseinsvorsorge für Menschen und Wirtschaft – dies gilt besonders für uns im Rheinland
Mit dem bundesgeförderten Projekt „Rheinland 2040“ entsteht im Rahmen eines strategischen Regionalentwicklungskonzeptes ein koordinierter, kooperativer Ansatz, der zentrale Akteure aus Verwaltung, Wirtschaft und Planung mit einbindet und die Rheinbrücken strategisch in den Fokus rückt.
Die Unterstützung des Bundes durch das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) im Rahmen des Förderprogramms RegioStrat unterstreicht dabei die nationale Bedeutung dieser Aufgabe.

