Zweiter Energietrialog der Metropolregion Rheinland diskutiert zentrale Herausforderungen beim grenzüberschreitenden Stromaustausch

Zweiter Energietrialog der Metropolregion Rheinland diskutiert zentrale Herausforderungen beim grenzüberschreitenden Stromaustausch

Rheinland, 21.01.2026 – Auf Initiative der Metropolregion Rheinland (MRR) kamen rund 30 Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Stakeholder aus Belgien, Niederlande und Nordrhein-Westfalen bei der Amprion GmbH im Rheinland zusammen, um über die Bedeutung und Herausforderungen der grenzüberschreitenden Kooperation beim Stromaustausch im trinationalen Kontext zu sprechen. Zunächst besichtigte die Delegation die Amprion-Systemführung in Brauweiler, in der 11.000 Kilometer Höchstspannungsleitungen rund um die Uhr überwacht werden, um die stabile Stromversorgung von Kommunen und Unternehmen auch bei uns im Rheinland zu sichern. Der anschließende Roundtable, an dem u.a. die Belgische Botschaft, das niederländische Generalkonsulat, das Land Nordrhein-Westfalen, Mitglieder des Deutschen Bundes- und des nordrhein-westfälischen Landtages sowie VertreterInnen der Übertragungsnetzbetreiber, Häfen und Grenzregionen aus den drei Ländern teilnahmen, machte die Notwendigkeit und Bedeutung dieses Austauschs deutlich. 

Eine leistungsfähige und sichere Stromversorgung ist Grundvoraussetzung für wirtschaftliche Stärke, Resilienz und Klimaschutz in einer energieintensiven Industrieregion wie Nordrhein-Westfalen. Dabei setzen wir auf eine enge grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit unseren Nachbarn in Belgien und den Niederlanden, um Versorgungssicherheit und Energiesouveränität zu stärken“, sagt Dr. Bernd Schulte, Staatssekretär für Bundesangelegenheiten und Medien sowie Amtschef der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen.  

Belgiens Erfahrung zeigt klar: Versorgungssicherheit gelingt heute nur europäisch – durch eng vernetzte Strom‑ und Infrastrukturpartnerschaften, wie wir sie seit Jahren erfolgreich mit Deutschland leben. Die Benelux-Rheinregion ist ein gutes Beispiel dafür, wie grenzüberschreitende Energieinfrastruktur die Versorgungssicherheit in Europa konkret stärkt“, betont auch der Botschafter des Königreichs Belgien in Deutschland S.E. Piet Heirbaut.  

Hannah Tijmes, Generalkonsulin des Königreichs der Niederlande im Westen von Deutschland, ergänzt: „Der grenzüberschreitende Energieaustausch zwischen den Niederlanden, Belgien und Deutschland hat eine lange Tradition. Mit dem steigenden Anteil erneuerbarer Energien im europäischen Markt nimmt seine Bedeutung weiter zu. Die Niederlande spielen dabei weiterhin gerne eine aktive Rolle. 

Aus Perspektive des Bundes steht häufig der Ausbau der Nord-Süd-Achse im Vordergrund, für uns hier im Rheinland sind die Interkonnektoren Richtung Westen jedoch mindestens genauso wichtig“, sagt MRR-Arbeitskreisleiter und Hauptgeschäftsführer der IHK Mittlerer Niederrhein Jürgen Steinmetz. „Deshalb freut es mich besonders, dass wir heute die Möglichkeit schaffen, zentrale Herausforderungen im grenzüberschreitenden Stromnetzausbau zu adressieren. 

In der rund einstündigen strukturierten Diskussion, welche vom Vorsitzenden der Deutsch-Niederländische Parlamentariergruppe Wilfried Oellers MdB moderiert wurde, standen insbesondere die Themen Versorgungssicherheit und Resilienz der energieintensiven Industrien, Priorisierung von Netzanschlüssen als knappe Ressource und Beschleunigung von Genehmigungen im Ausbau von grenzüberschreitender Strominfrastruktur im Vordergrund. Der anschließende Netzwerklunch gab Gelegenheiten für ein persönliches Kennenlernen und weiterführende Gespräche. 

Die Metropolregion Rheinland dankt allen Teilnehmenden der Veranstaltung und dem Team der Amprion GmbH für die gelungene Organisation vor Ort!