Bund-Länder-Kommission befürwortet Initiative der Metropolregion Rheinland zur regionalen Strategieentwicklung „Rheinland 2040“– Rheinbrücken als Schlüsselthema für vernetzte Räume, Mobilität und Kooperation

Bund-Länder-Kommission befürwortet Initiative der Metropolregion Rheinland zur regionalen Strategieentwicklung „Rheinland 2040“– Rheinbrücken als Schlüsselthema für vernetzte Räume, Mobilität und Kooperation

Köln, 23.01.2026 – Die Metropolregion Rheinland (MRR) hat grünes Licht für ihr Zukunftsprojekt „Rheinland 2040 – Strategie für vernetzte Räume, Mobilität und Kooperation“ erhalten. Die für Raumentwicklung zu-ständige Bund–Länder-Kommission hat das Konzept im Rahmen des Bundesprogramms „RegioStrat – Strategische Regionalentwicklung“ aus bundesweit zahlreichen Bewerbungen ausgewählt und fördert damit die vertiefte Bearbeitung eines der zentralen Engpassthemen der Region: die Rheinbrücken. Als zuständige Raumordnungsbehörde des Bundes unterstützt das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) die MRR so dabei, dieses Schlüsselthema in den Mittelpunkt zu rücken und gemeinsam mit den zuständigen Partnern im gesamten Rheinland weiterzuentwickeln. Denn die Brücken prägen wie kaum ein anderes Infrastrukturelement trichterartig die wirtschaftliche, verkehrliche und siedlungsräumliche Entwicklung im gesamten Rheinland. Hinzu kommt die Komplexität durch die unterschiedliche Baulastträgerschaft der Rheinbrücken. Je nach (Straßen-)Brücke ist entweder der Bund, das Land NRW oder eine kreisfreie Stadt zuständig.

Ziel von „Rheinland 2040“ ist es, in den kommenden drei Jahren bis Ende 2028 eine gemeinsame Strategie für das nordrhein-westfälische Rheinland zu entwickeln – mit den Rheinbrücken als zentralem Engpass und raumprägendem Steuerungsthema. Das Projekt verknüpft unter anderem bestehende Planungen wie das Agglomerationskonzept der Region Köln/Bonn und die Regionalpläne, analysiert Lücken bzw. Schnittstellen und entwickelt Szenarien für die zukünftige Entwicklung von Mobilität, Wirtschaftskraft und Raumstruktur im urbanen, suburbanen und ländlichen Raum. Ein dynamisches Modell wird abbilden, wie Sanierungen, Sperrungen und (Ersatz-)Neubauten der Rheinquerungen Pendler‑ und Güterverkehre sowie die Entwicklung von Siedlungs‑ und Gewerbe- und Freiflächen beeinflussen. Auf dieser Basis wird eine robuste Steuerungs‑ und Umsetzungslogik konzipiert werden, die gemeinsam mit den beteiligten Partnern – Baulastträger des Bundes, des Landes NRW, der Städte, die Bezirksregierungen Düsseldorf und Köln, die regionalen Entwicklungsorganisationen, der europäische Rhein-Alpen Korridor und weitere Partner – in konkrete zukünftige Maßnahmen und (Förder-)Programmatiken einfließen wird. So können Verkehrs-, Raum‑ und Wirtschaftsplanung sowie Raumentwicklung ebenso wie die Belange des ländlichen Raums besser auf-einander abgestimmt werden.

Hintergrund: Das Bundesprogramm „RegioStrat – Strategische Regionalentwicklung“ stärkt Regionen bei der Erarbeitung langfristiger Entwicklungsperspektiven. In der aktuellen Förderrunde wurden bundesweit zwölf neue Projekte ausgewählt, die jeweils über drei Jahre mit bis zu 450.000 Euro unterstützt werden. Die Auswahl trifft eine Kommission unter Leitung des BMWSB und des Bundes-instituts für Bau‑, Stadt‑ und Raumforschung (BBSR) mit Beteiligung der Länder.