Die Mitglieder des Metropolregion Rheinland e.V. (MRR) kamen am Montag, 11.05.2026, zur ordentlichen Mitgliederversammlung im Historisches Rathaus von Köln zusammen. Im Mittelpunkt der Sitzung stand die Wahl des Kölner Oberbürgermeisters Torsten Burmester zum neuen Vorstandsvorsitzenden der Metropolregion Rheinland. Er übernimmt das Amt vom Düsseldorfer OB Dr. Stephan Keller, der den Vorsitz in den vergangenen rund fünf Jahren innehatte und in dieser Zeit die Vereinsaktivitäten federführend gestaltet und weiterentwickelt hat.
Mit dem Wechsel an der Spitze setzt die Metropolregion Rheinland auch ein Zeichen für die weiterhin enge Zusammenarbeit der Städte, Kreise, Kammern und regionalen Partner im Rheinland. Torsten Burmester kündigte an, die gemeinsame Positionierung der Region weiter vorantreiben zu wollen.
Oberbürgermeister Torsten Burmester: „Das Rheinland gehört zu den wichtigsten Industrie- und Transformationsregionen Europas. Es muss unser Anspruch sein, diese Stärke selbstbewusst zu vertreten – mit klaren Positionen, enger Zusammenarbeit und einer Metropolregion, die handlungsfähig und sichtbar ist. Der Wirtschaft und den Kommunen muss die Metropolregion Rheinland in Zeiten von Rohstoffmangel, zunehmendem Wettbewerb der europäischen Metropolregionen und schwacher Konjunktur einen konkreten Mehrwert bieten, mit gemeinsamen Strategien für Themen wie Infrastruktur, Energie und Bürokratieabbau. Genau daran werden wir in den kommenden Jahren und stets im Schulterschluss mit unseren Mitgliedern arbeiten.“

Der neugewählte Vorstand der Metropolregion Rheinland: v. l.: Hauptgeschäftsführer Gregor Berghausen (IHK Düsseldorf), Hauptgeschäftsführer Dr. Hubertus Hille (IHK Bonn /Rhein-Sieg), Oberbürgermeister Daniel Flemm (Klingenstadt Solingen), Oberbürgermeister Torsten Burmester (Stadt Köln), Landrätin Katharina Reinhold (Rhein-Kreises Neuss, stv. Vorsitzende), Oberbürgermeister Felix Heinrichs (Stadt Mönchengladbach) sowie Landrat Klaus Grootens (Oberbergischen Kreis)
Der erste offizielle Termin von Torsten Burmester als MRR-Vorstandsvorsitzender steht bereits am 19. Mai beim Parlamentarischen Abend der Metropolregion Rheinland in Berlin an, bei dem thematisch die Chancen von Staatsmodernisierung und Bürokratierückbau im Fokus stehen.
Im Fokus der weiteren Arbeit stehen zudem zentrale strukturpolitische Zukunftsthemen des Rheinlands. Dazu gehören insbesondere die gemeinsame Entwicklung einer strategischen Perspektive für Rheinquerungen und Brückeninfrastrukturen, die Entwicklung von Wasserstoff- und Energieinfrastrukturen, die Transformation energieintensiver Unternehmen und Industriestandorte und die Sicherung der Handlungsfähigkeit der Kommunen im Rheinland. Zudem wurden als weitere Mitglieder des Vorstands die Landrätin des Rhein-Kreises Neuss Katharina Reinhold (stv. Vorsitzende), der Oberbürgermeister der Stadt Mönchengladbach Felix Heinrichs, der Oberbürgermeister der Klingenstadt Solingen Daniel Flemm, der Landrat des Oberbergischen Kreises Klaus Grootens, der Hauptgeschäftsführer der IHK Düsseldorf Gregor Berghausen sowie der Hauptgeschäftsführer der IHK Bonn /Rhein-Sieg Dr. Hubertus Hille gewählt. Das Vorstandsteam erhielt ein Wahlergebnis von über 95% – ein starkes Zeichen für eine weiterhin enge Zusammenarbeit der Kommunen, Kammern und regionalen Partner im Rheinland.
Dr. Stephan Keller würdigte als scheidender Vorsitzender die konstruktive Zusammenarbeit innerhalb der Gremien und die Weiterentwicklung der Metropolregion und betonte seinerseits die Bedeutung eines geschlossenen Auftretens des Rheinlands gegenüber Land, Bund und EU.
Neben den Vorstandswahlen verabschiedeten die MRR-Mitglieder den Jahresabschluss 2025 sowie das Arbeitsprogramm und den Budgetplan für das Jahr 2026. Zudem erfolgten die Entlastung des Vorstands, Beratungen zu Satzungsangelegenheiten sowie die Wahl eines Rechnungsprüfers. Vorstand und Geschäftsführung berichteten über die Arbeit des vergangenen Jahres.
