Experten diskutieren über grenzüberschreitenden Personen- und Güterverkehr im Rheinland

Experten diskutieren über grenzüberschreitenden Personen- und Güterverkehr im Rheinland

Die Metropolregion Rheinland veranstaltete zusammen mit der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich im Auftrag des Territorialen Verbandes für Europäische Zusammenarbeit Rhein-Alpen (EVTZ), einen Workshop in Köln zum aktuellen Stand der Verkehrsentwicklungen am Rhein-Alpen Korridor. Der Rhein-Alpen Korridor ist einer der zentralen Transportwege für Personen- und Güterverkehr im Herzen Europas. Er bildet das Rückgrat der Haupt-Nord-Süd-Transversale und reicht von den Seehäfen Zeebrügge, Antwerpen, Rotterdam, Amsterdam (ZARA-Häfen) bis nach Genua in Italien. Hauptziel des EVTZ Rhein-Alpen ist die Erleichterung und Förderung der planerischen Zusammenarbeit zwischen den Regionen, sowie die gemeinsame Stärkung und Koordinierung der integrierten Raum- und Eisenbahnentwicklung aus regionaler und lokaler Sicht.

Das EVTZ, dessen Mitglied die Metropolregion Rheinland seit 2019 offiziell ist, untersucht die Raum- und Infrastrukturentwicklung am Rhein-Alpen Korridor und entwickelt Handlungsempfehlungen für die Regionen. Damit soll ein abgestimmtes Vorgehen bei den grenzüberschreitenden Planungen im Verkehrs- und Raumplanungsbereich von den Niederlanden, Belgien, über Deutschland und die Schweiz, bis nach Italien erreicht werden. Die Mitgliedschaft im EVTZ ist ein Mehrwert für die Region, weil wir uns über die Grenzen des Rheinlandes vernetzen und Projekte aus der Region in die Korridorplanung kommunizieren (vice versa). Die Abstimmung der laufenden Entwicklungen am Korridor fördert die interregionale Zusammenarbeit und Fördermittelaquise auf europäischer Ebene.

Der Fokus des Workshops lag auf der Region Rheinland/Niederlande, die aufgrund des hohen transnationalen und regionalen Güter- und Personenverkehrsaufkommens vor großen Herausforderungen steht. Am Workshop nahmen 26 regionale und internationale Verkehrs- und Planungsexperten teil, unter anderem Mitglieder der Metropolregion Rheinland (Kreise, Kommunen, IHK), die Verkehrsverbünde, zwei Eisenbahnunternehmen und das Ministerium für Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen. Ziel des Workshops war die Analyse der bisherigen Planungen und die Gewinnung neuer Denkanstöße für die vielfältigen Akteure in der Region. Weitere regionale Workshops fanden bereits in Italien, der Schweiz und in Baden- Württemberg statt.

„Das EVTZ ist für das Rheinland ein bedeutender Verbund. Wir schaffen es so grenzüberschreitend die wichtigen Fragen und Herausforderungen des Verkehrssektors, insbesondere im Schienenverkehr, aufeinander abzustimmen und nötige Impulse an die Politik zu senden. Dabei ist der Interessensausgleich zwischen den Menschen im Rheinland, der Wirtschaft und den Verkehrsträgern eines unserer zentralen Anliegen. Dabei hilft uns besonders der Austausch in solchen Workshops, die wir fortsetzen werden“, betont Kirsten Jahn, Geschäftsführerin des Metropolregion Rheinland e.V., die Bedeutung der Zusammenarbeit im EVTZ.

Eindrucksvoll waren auch Zahlen der ETH Zürich, die vor Ort den Teilnehmern präsentiert wurden: 50% des Güteraufkommens der ZARA-Häfen, welche in das Rheinland transportiert werden, bleiben vor Ort und werden hier umgesetzt. Die anderen 50% sind Transitgüter und werden weiter transportiert nach ganz Europa. Weiterhin wird das Aufkommen des Güterverkehrs allein auf der Schiene aus den Niederlanden ins Rheinland um rund 40% steigen.

Die Metropolregion Rheinland konnte sich durch die Organisation und Durchführung des Workshops regional und überregional vernetzen und die Zusammenarbeit im europäischen Kontext intensivieren. Der Verein Metropolregion Rheinland ist an der Entwicklung und Abstimmung von tragfähigen Lösungen für das stetig steigende Verkehrsaufkommen auf der Schiene, der Straße und den Flüssen im Rheinland interessiert und setzt sich für eine konsequente und schnelle Umsetzung der geplanten Projekte in Berlin und Brüssel ein.

Fotos: Teilnehmer/innen aus der Metropolregion Rheinland identifizieren gemeinsam mit der ETH Zürich die Herausforderungen am Rhein-Alpen-Korridor.


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